Die Rentenlücke ist der Betrag, der Ihnen jeden Monat zwischen Ihrer gesetzlichen Rente und Ihrem gewünschten Lebensstandard fehlt. Mit diesem Rechner bekommen Sie in 2 Minuten einen ehrlichen Orientierungswert. Kostenlos, ohne Anmeldung, mit offengelegter Formel.
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So sieht Ihr Ergebnis aus
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Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem Einkommen, das Sie im Ruhestand haben möchten, und der gesetzlichen Rente, die Sie voraussichtlich bekommen. Sie wird pro Monat angegeben: Wer 2.500 € zum Leben braucht und 1.450 € Rente erwartet, hat eine Lücke von 1.050 € im Monat.
Warum entsteht diese Lücke überhaupt? Die gesetzliche Rente ist nicht dafür gebaut, Ihr letztes Gehalt zu ersetzen. Das sogenannte Rentenniveau liegt aktuell bei rund 48 Prozent des Durchschnittsentgelts. Selbst wer 45 Jahre lang durchgehend zum Durchschnittslohn gearbeitet hat (die sogenannte Standardrente), kommt derzeit auf etwa 1.835 € brutto im Monat. Davon gehen noch Kranken- und Pflegeversicherung ab, und je nach Gesamteinkommen auch Steuern.
Das eigentliche Problem ist nicht, dass die Lücke existiert. Das Problem ist, dass die meisten Menschen ihre Zahl nicht kennen und deshalb weder wissen, ob sie handeln müssen, noch wie viel sie monatlich zurücklegen sollten. Genau dafür ist dieser Rechner da.
Die Grundformel ist simpel:
Rentenlücke = Wunsch-Einkommen im Ruhestand − erwartete Rente nach Abzügen
Die Kunst steckt in der zweiten Zahl: Wie hoch wird Ihre gesetzliche Rente sein? Am zuverlässigsten ist der Wert aus Ihrer Renteninformation, die Sie ab 27 Jahren und fünf Beitragsjahren jährlich per Post bekommen. Haben Sie sie nicht zur Hand, können Sie Ihre Rente über die Entgeltpunkte-Logik der Deutschen Rentenversicherung selbst abschätzen. Genau das macht dieser Rechner, und zwar so:
Für jedes Beitragsjahr bekommen Sie Entgeltpunkte. Verdienen Sie genau das Durchschnittsentgelt aller Versicherten (2025 vorläufig: 50.493 € brutto im Jahr), bekommen Sie genau einen Punkt. Verdienen Sie die Hälfte, bekommen Sie 0,5 Punkte. Beiträge werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze (2025: 8.050 € brutto im Monat) berechnet, mehr als etwa 1,9 Punkte pro Jahr sind also nicht möglich.
Entgeltpunkte pro Jahr = Ihr Bruttojahresgehalt ÷ 50.493 €
Jeder Entgeltpunkt ist bei Rentenbeginn einen festen Betrag wert: den aktuellen Rentenwert. Seit dem 1. Juli 2025 liegt er bei 40,79 € pro Monat. Ihre geschätzte Bruttorente ergibt sich aus:
Monatsrente (brutto) = Entgeltpunkte pro Jahr × Beitragsjahre × 40,79 €
Der Rechner nimmt dabei vereinfachend an, dass Ihr Einkommen über das Berufsleben konstant bleibt. Reale Erwerbsbiografien mit Gehaltssprüngen, Teilzeit oder Lücken weichen davon ab.
Von der Bruttorente gehen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge ab, der Rechner setzt dafür pauschal rund 12 Prozent an. Steuern kommen je nach Gesamteinkommen noch obendrauf und sind hier bewusst nicht enthalten. Die verbleibende Rente vergleichen Sie mit Ihrem Wunsch-Einkommen. Als Faustregel für den Bedarf im Ruhestand gelten etwa 80 Prozent des heutigen Nettoeinkommens.
Alle Beispiele nutzen exakt die Formel von oben. Vereinfachte Modellrechnungen, keine Prognosen.
Rentenlücke
≈ 626 € / Monat
Rentenlücke
≈ 792 € / Monat
Rentenlücke
≈ 2.280 € / Monat
Modellrechnungen mit den Werten Rentenwert 40,79 € (Stand 07/2025) und Durchschnittsentgelt 50.493 € (vorläufig 2025), pauschale KV/PV-Abzüge von 12 %, ohne Steuern, ohne künftige Rentenanpassungen und ohne Inflation. Ihre tatsächliche Rente kann höher oder niedriger ausfallen.
Inflation. Alle Zahlen hier sind heutige Kaufkraft. Bei 2 % Inflation kosten Ausgaben von heute 2.500 € in 25 Jahren rund 4.100 €. Die Rente wird zwar regelmäßig angepasst, historisch aber oft langsamer als die Preise steigen.
Steuern. Renten sind zunehmend steuerpflichtig. Wer 2040 oder später in Rente geht, versteuert die gesetzliche Rente zu 100 %. Je nach Gesamteinkommen bleibt netto also weniger übrig, als die Renteninformation suggeriert.
Erwerbsbiografie. Teilzeit, Elternzeit, Selbstständigkeit ohne Pflichtversicherung oder Phasen der Arbeitslosigkeit bringen weniger Entgeltpunkte, als eine Rechnung mit konstantem Vollzeitgehalt annimmt. Besonders Frauen trifft das überdurchschnittlich.
Rentenniveau. Wie sich das Verhältnis von Renten zu Löhnen langfristig entwickelt, ist Gegenstand der laufenden politischen Rentenreform-Debatte. Verlassen können Sie sich nur auf das, was Sie selbst aufbauen.
Eine berechnete Lücke ist kein Grund zur Panik, sondern eine Planungsgröße. Grundsätzlich stehen Ihnen mehrere Wege offen, die sich auch kombinieren lassen:
Welcher Weg zu Ihnen passt, hängt von Alter, Einkommen, Spielraum und Risikoprofil ab. Dafür gibt es keine pauschale Antwort, und dieser Rechner gibt bewusst keine Produktempfehlung.
Der kostenlose VorsorgeIQ-Check berücksichtigt zusätzlich Ihre bestehende Vorsorge, Ihren monatlichen Spielraum und Ihre Dringlichkeit. Am Ende wissen Sie, ob und wie dringend Sie handeln sollten, und können auf Wunsch mit einem Experten über Ihre Situation sprechen.
Dauert ca. 3 Minuten. Keine Verpflichtung. Keine individuelle Anlageberatung.
Ja. Der Rechner ist komplett kostenlos, Sie brauchen keine Anmeldung und müssen keine Kontaktdaten angeben, um Ihr Ergebnis zu sehen.
Der Rechner liefert einen Orientierungswert auf Basis der Entgeltpunkte-Näherung mit aktuellen DRV-Werten. Am genauesten wird es, wenn Sie die Monatsrente aus Ihrer Renteninformation eintragen. Künftige Lohn-, Renten- und Preisentwicklung kann kein Rechner vorhersagen.
Addieren Sie Ihre erwartete Betriebsrente zur gesetzlichen Rente, bevor Sie mit dem Wunsch-Einkommen vergleichen. Praktisch: Tragen Sie die Summe aus beiden einfach in das Feld „Monatsrente laut Renteninformation" ein.
Teilzeitphasen, Elternzeiten und im Schnitt niedrigere Gehälter bedeuten weniger Entgeltpunkte und damit eine niedrigere gesetzliche Rente. Dadurch fällt die Lücke bei Frauen häufig deutlich größer aus. Umso wichtiger, die eigene Zahl früh zu kennen.
Die brauchen Sie nicht: Die komplette Formel steht oben auf dieser Seite und der Rechner nimmt Ihnen die Arbeit ab. Zum Selbst-Nachrechnen gilt: Rentenlücke = Wunsch-Einkommen minus erwartete Rente nach Abzügen.
Die Rentenlücke vergleicht Wunsch-Einkommen und gesetzliche Rente. Die Versorgungslücke ist der weiter gefasste Begriff und zieht zusätzlich alle weiteren Einkünfte ab, etwa Betriebsrenten, private Vorsorge oder Mieteinnahmen.